Dienstag, 7. Februar 2012

Was ist das Familienpflegezeitgesetz?

Das Pflegezeitgesetz in seiner besonderen Form des Familienpflegezeitgesetz, ist seit dem 01.01.2012 in Kraft. Die Grundidee, Zeit für die Pflege von Angehörigen zu haben, ist bemerkenswert. Die geschaffenen Rahmenbedingungen seitens des Gesetzgebers setzen aber nur bedingt Ansprüche frei. Beschäftigte können somit ihre Arbeitszeit zur Pflege von Angehörigen über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 stunden reduzieren. Dafür müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Vertrag schließen. der Arbeitgeber ist aber hierzu nicht verpflichtet. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Arbeitnehmer keinen Rechtsanspruch hat.


Am praktischen Beispiel könnte das Familienpflegezeitgesetz wie folgt umgesetzt werden...
Die Arbeitszeit wird in der Pflegephase auf 50% reduziert. Der Beschäftigte erhält für diese Zeit 75% des letzten Bruttolohns. Nach der Pflegephase bekommt der Beschäftigte weiterhin nur 75% des Gehalts bis das Zeitkonto wieder ausgeglichen ist. Das kann bei einer möglichen maximalen Pflegephase von zwei Jahren eine langwieriger Prozess sein, bis der Status des ursprünglichen Gehalts wieder erreicht wird.